Nach Geschäftsschluss

Wiener Leerstandsanagramme

ein Projekt im Rahmen der WIENWOCHE dolce far niente 2017

April 2017 ff.

 

> > > zum RÄTSEL DER WOCHE: https://www.instagram.com/leerstandsanagramme/

 

 

Auch Geschäfte haben Feierabend, manchmal jahre- oder jahrzehntelang.


hassler 01 *

Die Reklameaufschrift hat ausgedient – und macht sich selbständig:

hassler 2

Aus den vorhandenen Buchstaben entsteht durch anagrammatische Umstellung eine neue, diesmal nicht-kommerzielle Botschaft.

hassler 3

Wienweit werden geeignete Leerstandskandidaten aufgespürt und auf ihre versteckten Aussagen abgeklopft.

 

*

Nach Rücksprache mit den InhaberInnen bzw. HauseigentümerInnen werden die Lettern auf der Fassade rearrangiert.

 

teestube *

Die neuen Texte bleiben auf Gebäudelebenszeit – oder bis zur nächsten Neueröffnung – im Stadtraum bestehen.

 

* z.B. Alser Straße:

Eine Übersichtskarte mit allen entkommerzialisierten Geschäftsadressen (ca. 10) sowie eine Postkartenserie im Booklet dokumentieren die „alternative lives“ der Geschäfte und liegen an den einzelnen Orten sowie an kommunikativen Orten in deren Umgebung zur freien Mitnahme auf. Kurze Animationen („Leerstandsdialoge“) und das RÄTSEL DER WOCHE begleiten die Aktion im Netz.

Während der Wienwoche (22. September – 1. Oktober 2017) finden 3 Rundgänge zu einer Auswahl der realisierten Stationen mit verschiedenen thematischen Inputs statt:

 

Di 26.9., 17-19h – Meidling

Treffpunkt: Zeleborgasse 20, 1120 Wien, TISCHLEREI / STRICHELEI

thematischer Input: Freiraum (Gerhard Rauscher, Stadterforschung / Stadtplanung)

 

Mi 27.9., 17-19h – Josefstadt/Ottakring

Treffpunkt: Alser Straße 11, 1080 Wien, TEPPICHBODEN HASSLER / PEEPSCHO LEHRSTAND

thematischer Input: Leerstand (Ula Schneider, Kreative Räume Wien, Büro für Leerstandsaktivierung)

 

Do 28.9., 17-19h – Alsergrund / Brigittenau

Treffpunkt: Alserbachstraße 4, 1090 Wien, EISENHANDLUNG SEEMANN & MENZEL / MEINAS ZEN & SEELENHANDLUNG

thematischer Input: Stadtschrift (N.N.)

 

Im Anschluss an die Rundgänge werden Postkartenbooklets mit einer Auswahl von Wiener Leerstandsanagrammen präsentiert. Außerdem besteht die Möglichkeit am "Anagrammatischen Stammtisch" das Fassadenspiel mittels Pappkandidaten selbständig fortzusetzen. Was will die PUTZEREI, das SCHUHSERVICE, der FLEISCHHAUER uns eigentlich sagen?

 

 

 

Weitere Lösungen:

(Teilweise sind die Objekte neu vermietet, die Aufschrift des Vorgängers blieb aber stehen. Bei allen Montagen handelt es sich um ENTWÜRFE.)

Carl Ohly

Lagerhaus Carl Ohly Spedition, Dresdner Straße 120, 1200 Wien

 

Handelsruhe

Grosshandel mit Fellen und Rauhwaren, Porzellangasse 27, 1090 Wien

 

Schleiffelder 1050

sceptiker

Optiker Schleiffelder, Reinprechtsdorfer Straße 2, 1050 Wien

 

Frisör Musek, Taborstraße 44, 1020 Wien

 

M Musek

Michael Musek vor seinem Frisiersalon MUSEK & MUSEK, der seit Mai 1988 in der Taborstraße 44, 1020 Wien bestand und nun an den zweiten Standort in der Taborstraße 23 übersiedelt. Die Fassadenaufschrift wurde nach seinem eigenen Entwurf von der Firma NEON BRUNNER , ebenfalls aus dem 2. Bezirk, hergestellt. Herzlichen Dank an Michael Musek für die Überlassung der Aufschrift! Für die Remontage suchen wir noch eine geeignete Fassadenfläche.

Demontage Frisoer Musek

Demontage am 31. Mai 2017.

F Herren

Musek ors

 

 

Wäscherei Putzerei, Friedmanngasse 68, 1160 Wien (Abriss: 19.5.2017)

 

Putzerei Abriss

 

 

 

PUTZEREI

 

 

 

espresso

espresso retro

Espresso Leitner, Liechtensteinstraße 66, 1090 Wien

 

Parfumerie Richard Helm, Stumpergasse 5, 1060 Wien

 

Parfumerie, Favoritenstraße 61, 1100 Wien

 

Wäscherei Vorhangspannerei, Wiedner Gürtel 52, 1040 Wien

 

Musikhaus Scala, Veronikagasse 7, 1160 Wien

 

ARBÖ Prüfzentrum Pannendienst, Schlechtastraße 4, 1110 Wien

 

 

Das Meidlinger Trio

 

Der 12. Wiener Gemeindebezirk, Meidling, erwies sich als besonders fruchtbares Pflaster und hat sich zum Anagramme-Hotspot entwickelt. Mittlerweile sind hier 3 Stationen realisiert:

1)

SOFORTDIENST (Wäscherei, Putzerei), Eichenstraße 42, 1120 Wien

Die Inhaberin der ehemalgien Putzerei ging 2007 in Pension. Seit einigen Jahren wird das Geschäft als Lager und Werkstatt genutzt. Hayrettin Pece, der jetzige Mieter, bezeichnet den Ort als "Sağır Oda", (türk.: schalldichter Raum), sinngemäß als "Zimmer, wo der Lärm draußen bleibt". M.a.W.: "I do not stress ..."

Im Juni 2017 wurden die alten Leuchtkästen wieder an ihre ursprüngliche Funktion erinnert, mit neuen Leuchtröhren und Startern versehen und anschließend vertauscht. Jetzt strahlen sie ihre neue Botschaft bis zu den Zügen am Bahnhof Meidling gegenüber aus:

idonotstres montage

idonotstres final

 

NOT

 

 

SOFORTDIENST / I DO NOT STRES

 

 

 

 

2)

TISCHLEREI Cupak, Zeleborgasse 20, 1120 Wien

Nach 130 Jahren wurde der Familienbetrieb im Jahr 2011 geschlossen. Seither befindet sich in den Räumlichkeiten der ehemaligen Tischlerei eine kleine Galerie mit Zeichnungen, Grafiken u.a. Stricheleien sowie der Sitz des Online-Magazins "Der Neue Merker", der sich speziell dem aktuellen Musiktheater widmet. Hier finden immer wieder Ausstellungen und Musikgespräche statt.

 

TISCHLEREI / STRICHELEI

 

 

Strichelei x 4Fotoquadrat: M.C.

Anagrammatische Metamorphose am 9.6.2017

Herzlichen Dank an

Anton Cupak: Ex-Tischlermeister und nunmehr fulltime Opernblogger

Charlotte Pohl: Malerin, Druckgrafikerin und Doyenne der Galerie

M.C.: Kamera-, Hunde- und Passantendompteuse sowie Ansprech- und Auskunftsperson

Heinz Steinböck: für die lässige Präzisionsarbeit zu ebener Erde und im ersten Stock

und Galeriehund Balu

 

A Cupak

Vor der Umschriftung. Anton Cupak vor der ehemaligen Tischlerei

Cupak Pitzl

Anton Cupak im Gespräch mit Nachbar Hans Pitzl vom gleichnamigen Weinhaus um die Ecke.

Strichelei Montage

Strichelei Montage1

 

Strichelei

Finale!

 

3)

mecano techna

nonsence

tamtam

Rauchgasse 21, 1120 Wien: MECANO-TECHNA ... STEMMANN / NONSENCE ... TAMTAM MACHEN

Neben der Aufschrift "MECANO-TECHNA" tauchten auch noch die schon vor vielen Jahren demontierten Lettern des Namens "STEMMANN" aus den Tiefen des Hauses auf. Letternwäsche und Remontage: Juni 2017, mit Montage-, Kamera- und Kaffeeservice aus der unmittelbaren Nachbarschaft.

 

– – –

 

walters brillenstube nummeriert

Neulerchenfelderstraße 6, 1160 Wien: WALTERS BRILLENSTUBE, neu nummeriert

 

WALTERS BRILLENSTUBE / LEBE SELBST LAUT WIRR (N)

 

walter1

walter2

walter3

 

 

 

aber heute

Bildhauer Kunststeinwerk, Huttengasse 8, 1140 Wien

 

Lederwaren Hepmann Anders, Fischerstiege 4-8, 1010 Wien

 

Gemüsekonserven Franz Ableidinger, Dresdner Straße 113, 1200 Wien

Das Anagramm erinnert an den Kunst- und Kulturverein mo.ë, der 7 Jahre lang in den Räumlichkeiten der ehem. Medaillenfabrik Mandelbaum in der Thelemangasse 4, 1170 Wien aktiv war, Plattform für zahlreiche kulturelle Aktivitäten der freien Szene war und nach jahrelangen Rechtsstreitigkeiten Ende Mai 2017 endgültig ausziehen musste. Vgl. http://derstandard.at/2000053016655/Wiener-Kulturverein-Moe-muss-aus-Thelemangasse-4-ausziehen )

 

resistant

Resi-Tant, Dornbacherstraße 127, 1170 Wien

 

 

feinkost4 feinkost2 feinkost3 feinkost1

 

 

 

Resis Stubendienst

 

Fleischhauer & Schuhservice tauschen sich aus: ein Leerstandsdialog

 

Seemann & Menzel

 

Hassler Teppichboden  

 

 

 

 

hemdendienst fleischhauer weinhaus fleischhauer tuergriff

 

 

Anagrammatischer Stammtisch

 

Am Freitag, 2. Juni 2017, 16-18h fand im Rahmen der Anarchistischen Buchmesse am Yppenplatz der "Anargrammatische Stammtisch" statt:

 

stammtisch links rechts

 

Anargrammatischer Stammtisch

 

 

stammtisch

stammtisch long

ichenttroppie

resitant putzerei

 

putzerei schuhservice

musikhaus espresso

zur pleiteresitant

kravali sofortdienst

narr

stammtisch red

 

2. Anagrammatischer Stammtisch

am Samstag, 8. Juli 2017

im Rahmen des Sommerloch Festivals für Literatur & Sound, veranstaltet vom Textfeld Südost im Klosterhof / Museumsquartier Wien

 

sommerloch lederwaren

sommerloch2

sommerloch1 sommerloch3

sommerloch4 sommerloch5

sommerloch6

 

sommerloch sofortdienst

 

 

 

 

 

Gefördert aus den Mitteln der Stadt Wien sowie des 9. Bezirks

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