Ghost Reader Klaus, Ghost Reader Sarah, Cepstral Katrin und Cepstral Matthias lesen die > donna reale

 

 

 

 

 

donna virgola, donna reale

 

 

cosa  una donna virgola? una donna virgola non conosce la vita telle quÕelle est connue par les gens du village ou bien les gens du quartier. (What do they know anyway.) Sie gibt genau Acht, wie fŸhlt es sich an, wie genau fŸhlt es sich an, sitzt da ein GefŸhl – ah da sitzt es und da sitzt eins, eine echte Frau sitzt, und lŠsst es sentimentieren. Dann gibt es eine †berraschung am GefŸhl. Eine neue ãKršteÒ ist gekommen, die wird in unserer Mitte begrŸ§t, man lŠsst sie setzen und dann: Wer bist du, wie bist du, was bist du, und dann: der bist du, die bist du, das bist du, dann: die der das der die das die der die ding ding ding ding ding ding, ein kleiner Supermarkt an Musik fŠngt an und hšrt der die das je wieder jŠh jŠh jŠh wieder auf! Gottes Streuverzicht und Gottes Gonadentum stehen beide da und liefern Hilfe an die BedŸrftigen aus: WŸnsche Ÿber WŸnsche sammeln sie ab und hŠndigen sie in erfŸllter Form wieder heraus ãfeel like ...Ò und ãfeel like ...Ò und ãfeel so und ŠhnlichÒ. Die Ungesunden stricken an ihren KostŸmen, eins im Nebelstrick, eins im Lebenstrick, eins mit Bellen eins ohne. Halbtot, Halb lebendig, halb untertags, halb Ÿbertags, halb lebendig. Fang an, fang ohne mich an, fang an, fang mit mir an, fang ohne mich an. Wieder zurŸck in der Sauna: in einem engen Kellerlein fangen befreundete verwandte Leute ein Fest an und ich komme da dazu. Ich habe verschiedene Dinge mit mir und ziehe mich langsam aus, alle sind auf einmal in meiner NŠhe und sind gespannt. Ich sehe die Leute und mir fŠllt eine Zigarette ein, ich hole die Zigarette und mir fŠllt die Zeitung des heutigen Tages ein. Ich hole die Zeitung und rolle sie mir untern Arm. Die Zigarette halte ich mit der anderen Hand und ich habe nun nur mehr ein Handtuch an und ein Tuch, alle schauen mich an und ich schaue in die Kamera vor meiner Nase, so:  Ich bin zum GlŸck nicht sehr dick, das ist immer ein Vorteil, meistens ein Vorteil. Wenn ich mich lŠnger betrachte, fŠllt mir so manches auf. Die Vielfalt der Haare und die Vielfalt der Augenbrauen, die Vielfalt des Gesichts, das Gesicht ist zu spŠt gekommen, warum? Die Angelegenheit verliert sich an der Peripherie (wer kennt die Peripherie?) Nšrdlich von Wien beginnt der EreignisgŸrtel der donna reale, wer ist die donna reale? Donna Reale ist das Weib, das an der Erkenntnisnuss frisst, nagt, ein Weib ohne Hinterhalt, ohne Gewissen. Werbeblšcke fressen zwischendurch den Ereignishorizont (auf). Auf Erkenntnisblšcke folgen kleine Landschaften aus der Peripherie, alle GŠste sehen erwartungsvoll zu, ich bin nun mitten unter ihnen und die Ereignisse haben gewechselt zu: Landschaft, Burgen, Schlšsser, etc. Morgens fasse ich mir an mein Herz und denke: gŸtiger Herrgott, ich fasse ich fasse es nicht, wie konntest du dich mir Ÿberlegen, wie konntest du dir mich Ÿberlegen, wie konntest du mich entstehen, wieso bin ich so entstanden. Lieber Herrgott, wie konntest du verschiedene Dinge so und so tun, lieber Herrgott, warum tust du so viele Dinge, und ich, ich, ich (...). Es ist wirklich eine Art Gebet und ich, ich, ich (.......). Dinge geschehen, ich wŸrde so leicht nicht erkennen, woran die Dinge sind, wer und wie an ihnen liegt, woran liegen wir denn? Woran liegen wir denn heute? Das ist eine lange Frage in die Wirklichkeit hinein. Die Wirklichkeit, das ist nicht einmal ein schšnes Wort! wir kšnnen darauf vergessen. Sehr langsam verŠndert sich die Lage, das ist spannend, alle sehen zu und ich (es schiebt sich eine andere Frage dazwischen, als was, als was sehe ich zu? Als was? Als was? Sehr faul aber als was? Ich bin všllig unbefragt, unbefragt, ..... und die GŠste? hocken an der Peripherie .... unbefragt / wer auch immer ...... langsam ... geht die Haltung aus und ich verliere wieder mein Gesicht (es fŠllt mir herunter). Notgedrungen hebe ich es wieder auf und setze es wieder auf, da erscheint im Rahmen mein alter Vater und mein Gesicht fŠllt sofort wieder auf seinen Boden. Mitunter erhebe ich mich aus dem Loch und es wird spannend, ich hebe das Gesicht vom Boden auf und setze es vor mich hin, mein Rest, ich nenne es .... (mein Vorname), ist noch mŸde und verspannt und raucht vor sich hin, es wird heller Tag und in der Ecke eines Mistsalons sitzt eine Art Mann, es ist ein Mann nach allen Beweisen, ich scheue mich aber mit ihm zu reden, denn es kann sein, dass dieser Furcht bekommt, eine Art Maske oder auch sein Inneres fŠllt ihm herunter und er steht nackt vor mir, das will ich nicht. Wir sind in einem CafŽ, ich mšchte gerne noch šfter hier hereinschauen, das kann ich sicher nicht tun! wenn ich so eine Geschichte hier produziere, dann muss ich wieder lange lange beten gehen, lange lange Beterei ..... Zu Mittag stŸrmt eine Bubenbande das Lokal, es wird hei§  und ich ziehe mich aus. Alle Buben halten mich fŸr einen Šlteren Mann, aber ich bin eine Šltere Frau und das werde ich Ihnen jetzt sagen/zeigen. Ihnen allen! Vor lauter Angst vor diesen Buben bleibt mir aber die Stimme im Mund stehen / sie bleibt mir stecken. Ich denke also plštzlich, oder: es fŠllt mir ein: die Buben sind mir sowieso egal. Wieso sollte ich da so herumsteigen und grŸnes Licht von mir geben oder Sprache oder verwirrende Geschlechter ihnen mitgeben auf den Heimweg – das tue ich sicher nicht. Montags bin ich wieder in aller Ruhe zu Hause und sehe die Nachrichten durch. Dabei fŠllt mir auf, dass eine Nachricht fehlt. Es ging darin ums Lachen, wšrtlich hie§ es ã.... und ich habe soooooo gelachtÒ und so weiter, es war nur kurz, aber man will sich so etwas behalten (das ganze Leben!), leider gibt es das nicht mehr. Ich will mir natŸrlich auch das ganze Leben behalten und ich mšchte gerne viele Variationen hineinschneiden. (Zuerst noch Wirtschaft und Akkuratesse, dann - ). Mangels besserer Lebensaussicht ãverzichteÒ ich auf einen Beruf. Morgens und abends kehre ich heim und – es geht so. Bzw.: Es wird so und so, morgens besser, abends schlechter, Fieber hŠlt sich mit Beruf die Waage. Das ist kein Beruf. Woran liegt das? Am Beruf.

 

Nun, hinter vorgehaltener Hand erklŠre ich mir drohendes Chaos so: (ach!): Nebenberufsgeleise? Hinterhauptsbahnhofsgeleise? Bahnhofstoilettenservicedienstleitung mit Fenster auf die Peripherie? Peripherie ... das war ein langer Tag, ich verziehe mich noch ein letztes Mal an den Hauptort ebendieser Peripherie, so und so gelingt es mir, langsam auf den Grund zu kommen und dort, unter den WŠldern, liegt die Kohle verstreut aber auch GlŸck und bodenloser Reichtum. Ich schweife ab. Ich schaffe mir ein Handtuch an und gehe in die Sauna. In der Sauna erblicke ich nette Herren mittleren Alters, denen ich sofort zuwinke, wir gehen auf ein Bier, was man so nennt. Diverse Szenarien. An der MŸllkippe erstarke ich zu wahrer Grš§e und erstaune die Kollegen. Ich bin die einzige Frau unter lauten MŠnnern, sie sitzen an allen Tischen im Lokal und spielen mit ihren Karten, Videos laufen vor ihnen hin und her (Fu§ballspiele), nur an meinem Tisch wird nicht gespielt sondern allen Ernstes verhandelt ˆ la wer mit wem, manche GŠste drehen einander um, (wer mit wem?) und ich bin hoffnungslos solo in dieser ganzen Runde, Wein wird ausgeschŸttet, Bier wird ausgeschŸttet, musterhaft! Am Morgen dreht sich alles um ein gutes Angebot, ich flŸchte natŸrlich sofort.

 

Tage spŠter: ich bin in die Sauna zurŸckgekehrt, dort funktioniert noch alles. Unter der Lebensschwelle erheitert mich das System, das zur Unterhaltung gehšrt, ich horche auf es! Ich horche sehr angestrengt unter meinem Sitz: unter diesem Sitz habe ich in noch jungen Jahren einmal das Sentiment ..... verloren. MustergŸltig erlaube ich mir seither jungen MŠnnern und Burschen und auch jungen MŠdchen und Frauen von hinten ins Ohr zu sagen: du bist nicht allein! und viele erschrecken! Es ist ein Kosmos von Witzen rund um mich herum, ich verfolge sie alle, alle kann ich brauchen, alles andere ist nur fŸr die Peripherie interessant, die Peripherie .... Am frŸhen Morgen schon verlasse ich die ãFabrikÒ und wende mich den Nachbarn zu, den ãNachbarnÒ, wir gehen gemeinsam in den unteren Saal, dort ziehe ich mich schon wieder aus und ich stehe da, alle warten, ich erkenne keinen meiner Freunde/Nachbarn im Gesicht, die Natur erhellt sich, wie die Dinge liegen (so und so und so) bin ich der einzige Mann in der Runde, ich kann mir das kaum vorstellen, ãaber es ist soÒ. Furchtbare Schmerzen ertrage ich nicht gerne, ãaber wenn es sein muss –Ò. Untertags liege ich wieder in meiner alten Haut, sie schuppt an manchen Stellen, das schneide ich ab und schon glŠnze ich wieder, grŸnlich, und meinem Leben als Frosch, Unterweltsfrosch, stehe ich nicht im Wege. SŠmtliche, dunkle, Wege, die ich bis jetzt beschritten habe, waren vergebens. Was ich auch finden wollte, ich fand es nicht. Unter der Haut liegt die Peripherie und dort (daneben) stehe ich daneben, mit der Zigarette in der Hand und einer Art Zeitung unter der Hand und natŸrlich bin ich ein Mann.

Ein Mann, unter der Haube ist es ein ehrlicher Mann, einer, dem die Kinder viel bedeuten und der es mit dem WŸstensand, dem WŸstensturm und mit den Frauen aufnimmt und der auch seinen Beruf an ein gutes Ende fŸhrt, ein wahrer RevolutionŠr, einer, dem der Lauf der Welt nicht egal ist und der ihr etwas in ihr Gesicht entgegensagt: ˆ la pfui/merde und die Kinder der Peripherie werdens ihm danken. Unter einem Denkmal versammelt liegen Welten: links, rechts, Ÿberall verschummert eine kleine Gesellschaft, Westernhelden der Erde liegen gemeinsam/zusammen im Grase, sie lšsen RŠtsel (das ist falsch: sie schaffen Tag um Tag neue RŠtsel, heulende RŠtsel, stimmungsvolle Geschichten mit nur einer Lšsung am Schluss oder Ÿberhaupt: Krimis) und: sie erheben das Gefundene zum Gesetz, zum besten Gesetz aller Zeiten und es halten sich alle daran (wo?). Mister Kunigunde erlebte viele schreckliche Dinge, allerdings in Respekt! vor den Leuten vor denen er diese sah. Er lŸgte, wo es gerade ging und zeigte, was nicht zu verbergen war. Am unteren Ende der .... Leiter befand sich ein Teppichboden, leicht befleckt, voller SchŸttflecken, komplett zugeschŸttet, unbrauchbar vermiest, dorthinauf setzte sich unser Mann, es wurde ihm schlecht, der ganze Boden wurde schlecht, ihm wurde Ÿbel, der ganze Boden wurde Ÿbel, an der Heizung wurde es kalt, der ganze Tag wurde kalt, es regnete, der Nebel kam, es wurde Winter.

 

In der NŠhe der Heizung fršstelts sichs gerne. Mittlerweile erstarkt das flotte Herz wieder und gibt auch wieder Auskunft heraus: ich tue so und so und: ich tue so und so. Unter der Witchcroft lagert ein kŸhles Geheimnis. GeheimnistrŠger ist mein Bruder, ein langer Kamerad, er war schon jahrzehntelang mit mir befreundet bevor wir noch in Verwandtschaft traten, seine Freunde raten ihm ab (von mir), ich aber sehe klar: das ist mein Bruder und als solcher .... als solcher bekommt er mich zu jedem Geburts- /Namens- etc. Tag auf die linke Wange rauf, auf die rechte Wange runter ...... Unter dem Fitnessstudio, zu Hause, ringt ein Geplagter mit seinem Bart: er will nicht und der Geplagte: kann nicht mehr. Woher soll er denn den Bart nehmen, wenn er nicht von alleine herkommt? Von zu Hause.

 

Von zu Hause, genau, mach mal ne Pause und konzentriere dich doch spŠter auf das Produkt, der Herr hinter dir mšchte es aber schon erwerben, das ist reines Pech fŸr ihn (dr™le de charactre).

An der Ausfahrt fŸr Mord steht einer, dem wŸrde mans nicht glauben, wenn mans nicht schon selber wŸsste, dass ers tatsŠchlich war. In der Unterbringung fremder Freunde erprobt ist er, aber auch todessehnsŸchtig und an keinem Freundeskreis interessiert, der Ÿber die alten VerhŠltnisse wachsen wŸrde, ein ewig kunigunder, ein ewig etwas niedlicher, etwas versteckter Freund, der lebt, als hŠtte er sonst nichts zu tun. Was sollte man sonst sagen – etwa bonjour oder etwa Es lebe die SexualitŠt? Nun, vielleicht nicht hier, oder: hier nicht so laut oder: Morgens: ok, abends: nicht. Niemand hier pflegt sein eigenes Einkommen, alle verfŸgen Ÿber Quellen ungenannter Herkunft, Ÿber unbekannte, aber hei§e Quellen.

 

 

 

ND 2004